Geschäftsbericht 2025

BZL und Spitex Region Laupen

«Es sind nicht die grossen Gesten, sondern die täglichen Handlungen mit Menschlichkeit und Hingabe,
die den wahren Wert einer Gemeinschaft ausmachen.»
– inspiriert von Mutter Teresa

Vorwort Präsident

Christoph Zwahlen
Präsident

Am 1. Januar 2025 durfte ich nach vielen Jahren der Mitarbeit im Vorstand das Präsidium des Betagtenzentrums und der Spitexdienste Laupen übernehmen. Dieses erste Jahr in der neuen Verantwortung war für mich geprägt von grosser Dankbarkeit, wertvollen Begegnungen und dem tiefen Respekt vor der täglichen Arbeit, die in unserer Institution geleistet wird – sowohl im stationären Bereich wie auch in der ambulanten Pflege. Gleichzeitig war es ein Jahr, das eindrücklich gezeigt hat, wie tragfähig und engagiert unsere Organisation als Ganzes ist.

Mein besonderer Dank gilt der Direktion, dem Kader sowie allen Mitarbeitenden des Betagtenzentrums und der Spitexdienste. Sie leisten tagtäglich Grossartiges – mit hoher Fachkompetenz, grossem persönlichen Einsatz und viel Menschlichkeit. Gerade die Mitarbeitenden der Spitex begegnen den Menschen in ihrem ganz persönlichen Umfeld, oft in anspruchsvollen Situationen, und ermöglichen ihnen dadurch ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Diese Arbeit geschieht meist im Hintergrund, ist aber für viele Klientinnen und Klienten sowie deren Angehörige von unschätzbarem Wert und verdient höchste Anerkennung.

Das Jahr 2025 war reich an schönen Begegnungen und gemeinsamen Momenten mit unseren Bewohnenden und Klientinnen und Klienten. Diese Begegnungen – im Alltag, bei Gesprächen oder an besonderen Anlässen – prägen den Charakter unserer Organisation und machen sie lebendig. Besonders in Erinnerung bleiben der wunderbare Sonntagsbrunch im Frühjahr, der von sehr vielen Gästen besucht wurde und ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit unserer Institution setzte, sowie das grosse Sommerfest anlässlich des 35-jährigen Jubiläums. Dieses Jubiläum bot Gelegenheit, gemeinsam zurückzublicken, Dank auszusprechen und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Aber auch die vielen themenbezogenen Anlässe für unsere Bewohnerinnen und Bewohner bleiben sicherlich in positiver Erinnerung. Und wenn Bewohnende mir am Weihnachtsessen sagen, dass das Beste, was alten Leuten passieren könne, ein Aufenthalt im BZL sei, dann ist dies ein wunderbares Kompliment für uns als Betagtenzentrum.

Erfreulich ist auch die Entwicklung der finanziellen Situation. Nach mehreren herausfordernden Jahren konnte für 2025 erstmals wieder eine nahezu ausgeglichene Rechnung präsentiert werden. Dies ist das Resultat einer umsichtigen Führung, eines verantwortungsvollen Umgangs mit den vorhandenen Mitteln und des grossen Engagements aller Bereiche – sowohl im Betagtenzentrum wie auch bei den Spitexdiensten. Diese positive Entwicklung stimmt zuversichtlich, auch wenn wir uns bewusst sind, dass eine finanzielle Stabilität weiterhin konsequente Aufmerksamkeit und auch Sparwille erfordert.

Auf organisatorischer Ebene konnte an der Delegiertenversammlung im November 2025 ein neues Vorstandsmitglied gewählt werden. Ich danke allen Delegierten für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit. Ein breit abgestützter Vorstand mit unterschiedlichen Kompetenzen ist eine wichtige Grundlage, um die strategische Weiterentwicklung des Betagtenzentrums und der Spitexdienste langfristig sicherzustellen.

Ein bedeutender Meilenstein zum Jahresende war der Start und die Ausschreibung des Wettbewerbs für das Bauprojekt „Altes Spitäli – Krankenhausweg 14“. Dieses Projekt wird uns in den kommenden Jahren intensiv begleiten und fordern. Es eröffnet zugleich die Chance, unsere Angebote und Strukturen zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln und den Bedürfnissen der Bewohnenden, der Klientinnen und Klienten der Spitex sowie dem gesamten Lebensraum Laupen Rechnung zu tragen.

Abschliessend danke ich allen, die das Betagtenzentrum und die Spitexdienste Laupen im Jahr 2025 unterstützt und mitgetragen haben: Der Direktion, den Kader, den Mitarbeitenden, den Bewohnenden und Klientinnen und Klienten, den Angehörigen, den Freiwilligen, den Partnerorganisationen sowie den Gemeinden. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen allen die kommenden Herausforderungen anzugehen und die Zukunft unserer Institution weiterhin verantwortungsvoll und mit Zuversicht zu gestalten. 

 

Einblicke

Turnaround erfolgreich gemeistert

  Roger Schmid  – Direktor

Finanzielle Entwicklung

Seit der COVID-19-Pandemie verzeichnete das Betagtenzentrum negative Geschäftsergebnisse. Ab Sommer 2023 identifizierten wir systematisch die Ursachen und ergriffen die notwendigen Massnahmen. Nach einem Verlust von knapp 200’000 Franken im Vorjahr setzten wir uns das Ziel, 2025 wieder kostendeckend zu arbeiten.

Der Jahresstart verlief herausfordernd: Mehrere Todesfälle über die Feiertage 2024/2025 führten zu vorübergehenden Leerständen, und der kurze Februar mit nur 28 Verrechnungstagen belastete das Ergebnis zusätzlich. Ab März gelang jedoch die Stabilisierung, und im Mai erreichten wir erstmals den Break-even. Der erfolgreiche Turnaround ist geschafft.

Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, zu unserem 35-jährigen Bestehen wieder ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren zu können.

Stationäre Langzeitpflege

Personalgewinnung und -entwicklung
Die Rekrutierung ausreichenden Personals ist gelungen. Dies erforderte gezielte Imagepflege und verbesserte Kommunikation. Der Fachkräftemangel bleibt jedoch spürbar – nicht nur in der Pflege. Künftig müssen wir kreative Strategien entwickeln, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, da die kantonalen Kostenvorgaben Lohnerhöhungen kaum zulassen.

Erfreulich entwickelte sich der Absentismus: Mit 4,5 % liegen wir zwar noch über den tariflich eingerechneten 4 %, aber deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Betriebliche Flexibilität
Pflegeinstitutionen dürfen nur so viele Bewohnende aufnehmen, wie sie rund um die Uhr betreuen können. Schwankende Belegungen durch Kurzzeitaufenthalte und Todesfälle stellen die Planung und Bettendisposition vor wiederkehrende Herausforderungen. Unser flexibler Pool an Pflege- und Hotelleriemitarbeitenden ermöglicht es uns, rasch auf Veränderungen zu reagieren.

Digitalisierung als Chance
Obwohl der Kanton Digitalisierung fordert, stellt er keine Mittel dafür bereit. Dennoch sehen wir gerade hier die grösste Chance im Umgang mit dem Fachkräftemangel. Es geht nicht um Pflegeroboter, sondern darum, Standardaufgaben und einfache Spezialaufgaben zu automatisieren. So bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: persönlichen Kontakt, Gespräche und menschliche Nähe – das macht gute Pflege aus, heute wie in Zukunft.

Ganzheitliche Betreuung
Für das Wohlbefinden und die hohe Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohner ist das gesamte interdisziplinäre Team des BZL entscheidend. Wir legen grossen Wert auf abwechslungsreiche Aktivierung, spannende Anlässe und haben das Glück, eine ausgezeichnete Küche zu führen.

Ambulante Pflege (Spitex)

Die Spitex konnte in den vergangenen Jahren stets positive Geschäftsergebnisse ausweisen. Das Jahr 2025 gestaltete sich jedoch schwieriger: Mehrere Langzeitkrankheitsfälle fielen aufgrund der Teamgrösse stark ins Gewicht, was den Einsatz von temporärem Personal erforderlich machte. Trotz dieser Herausforderungen gelang es, ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.

Ausblick und Herausforderungen

Der Turnaround ist geschafft. Nun gilt es, das Ergebnis zu halten und die Situation zu stabilisieren. Die Gesundheitsbranche befindet sich in einem dynamischen Umbruch: Der Fachkräftemangel verschärft sich, während die Zahl der zu betreuenden Personen aufgrund der Altersstruktur steigt. Zudem werden die Fälle zunehmend komplexer.

Der Kanton Bern definiert seine Gesundheitsstrategie in Teilstrategien neu. Diese Neuausrichtung wird auch uns Veränderungen bringen. Vieles wird den Leistungserbringern überlassen, insbesondere beim Aufbau der integrierten Versorgung.

Und auch die Digitalisierung des Gesundheitswesens wird uns weiterhin intensiv beschäftigen. 

Bauliche Investitionen für Wohnqualität und Arbeitsbedingungen

  Roger Schmid  – Direktor

Substanzerhalt als strategische Priorität

Das Betagtenzentrum wurde am 19. Oktober 1990 nach dreijähriger Bauphase eingeweiht. 2012 folgte der Neubau. Nach intensiver Nutzung über mehrere Jahrzehnte ist die kontinuierliche Investition in Substanzerhalt und Modernisierung für ein Pflegeheim von zentraler Bedeutung.

Im Vorjahr wurden bereits wichtige Projekte realisiert: die Sanierung des Innenhofs, neue Sonnensegel für die Bistroterrasse sowie die Erneuerung von zwei der vier Pflegebäder. Im Berichtsjahr erweiterten wir den Zugang zum Innenhof mit einer zusätzlichen Türe und sanierten den Raum der Stille. Die bedeutendsten Projekte waren die Sanierung und Neugestaltung der Wohngruppenbüros 2 und 5 sowie die Realisierung eines Bewohner-Musterzimmers.

Sanierung der Wohngruppenbüros

Zielsetzung
Die Neugestaltung verfolgte mehrere Ziele: mehr Tageslichteinfall, flexible Nutzungsmöglichkeiten für künftige Anforderungen sowie optimierte Stauraumlösungen. Diese sollten einerseits bewohnerspezifische Pflegematerialien aufnehmen, die nicht in den Bewohnerzimmern aufbewahrt werden, andererseits den arbeitsorganisatorischen Bedürfnissen der Mitarbeitenden gerecht werden.

Gestaltungskonzept
Die Materialwahl fiel auf moderne, natürliche Farbtöne, die Eleganz mit Zeitlosigkeit verbinden und sich durch gute Reinigungseigenschaften auszeichnen. Das Ergebnis überzeugt durch funktionale Ästhetik und verbesserte Arbeitsbedingungen.

                   

 

Bewohner-Musterzimmer

Projektrahmen
Ab April 2026 werden in mehreren Bauetappen die Nasszellen und Eingangsbereiche von 35 Bewohnerzimmern saniert und modernisiert. Die Delegiertenversammlung genehmigte das Projekt im Umfang von rund 1,3 Millionen Franken.

Testphase und Erkenntnisse
Zur Überprüfung der Machbarkeit und Benutzerfreundlichkeit wurde ein Musterzimmer realisiert. Die termingerechte Umsetzung bestätigte die Durchführbarkeit. Die anschliessende Testnutzung lieferte wertvolle Erkenntnisse, die nun in die finale Planung einfliessen.

Gestalterische Kontinuität
Materialien und Farben folgen demselben Konzept wie bei den Pflegebädern und Wohngruppenbüros. Dies schafft eine einheitliche, harmonische Gestaltung im gesamten Betagtenzentrum. 

Digitalisierung der Pflegeprozesse

  Simon Schilt  – Pflegeexperte / Fachvorgesetzter Pflege

In diesem Jahr wurde in unserer Einrichtung das digitale Patientendokumentationssystem gewechselt. Ziel war es, die Dokumentationsqualität zu verbessern, die Arbeitsprozesse des Betreuungspersonals zu optimieren sowie die Informationsweitergabe zwischen den Mitarbeitenden effizienter und transparenter zu gestalten. Die Einführung erfolgte schrittweise und wurde durch Schulungen sowie praxisnahe Tests auf mehreren Wohngruppen begleitet.

Die neue Lösung Care Coach ermöglicht eine digitale und strukturierte Erfassung aller relevanten pflegerischen und betreuungsbezogenen Informationen. Dazu zählen die individuelle Pflegeplanung, die Erfassung von Vitalwerten, Medikationspläne, Aktivitäten des täglichen Lebens, besondere Beobachtungen sowie individuelle Bedürfnisse der Bewohnenden.

Care Coach bietet gegenüber dem bisherigen System drei wesentliche Vorteile:

  1. Die Prozesse sind so gestaltet, dass das Pflegepersonal administrativ deutlich entlastet wird. Es müssen nicht mehr sämtliche Standardverrichtungen dokumentiert werden, sondern nur noch Abweichungen.
  2. Die Lösung ist mobil einsetzbar. Bisher machten sich die Pflegenden Notizen und führten die Dokumentation im Nachgang am Computer nach. Neu erfolgt die Erfassung in Echtzeit – direkt im Bewohnerzimmer oder auf der Abteilung. Aus diesem Grund wurden alle Pflegenden mit Smartphones ausgestattet.
  3. Durch die regelmässige Synchronisierung der Geräte haben alle Mitarbeitenden jederzeit Zugriff auf vollständige und aktuelle Informationen.

     

Besonders hervorzuheben ist die benutzerfreundliche Gestaltung von Care Coach mit klar strukturierten Arbeitsabläufen. Mitarbeitende können über Tablets oder Smartphones direkt am Bett der Bewohnenden dokumentieren. Dadurch werden Fehlerquellen durch nachträgliches Übertragen reduziert und gleichzeitig bleibt mehr Zeit für die direkte Betreuung. Zudem unterstützt das System die Teamkommunikation, da relevante Ereignisse und Auffälligkeiten sofort sichtbar und nachvollziehbar sind.

Die Einführung von Care Coach wirkt sich positiv auf Pflegequalität und Sicherheit aus. Durch die zentrale digitale Erfassung werden Pflegeprozesse standardisiert, wichtige Informationen gehen nicht mehr verloren, und Entscheidungen sind besser nachvollziehbar. Gleichzeitig können individuelle Pflegepläne regelmässig überprüft und angepasst werden, sodass noch gezielter auf die Bedürfnisse der Bewohnenden eingegangen werden kann.

Neben Care Coach wurden auch die Livy-Anwendung – unsere Applikation für das Sturz- und Bewohnersicherheitssystem – sowie die neue automatisierte Einsatzplanung auf den Smartphones installiert. Diese integrierte Lösung erhöht die Pflegequalität, verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit bei Veränderungen im Gesundheitszustand und reduziert den Dokumentationsaufwand erheblich.

Für die Bewohnenden bedeutet die Digitalisierung vor allem mehr Kontinuität und Sicherheit. Ihre individuelle Situation, Beobachtungen und Bedürfnisse werden konsequent dokumentiert und fliessen direkt in die Pflege und Betreuung ein.

Die Integration der neuen Systeme in den Arbeitsalltag erforderte eine umfassende Begleitung. Schulungen, Teammeetings und Feedbackrunden stellten sicher, dass alle Mitarbeitenden das System sicher und effizient nutzen können. Nach der Einführungsphase zeigte sich eine deutliche Entlastung bei der Dokumentation bei gleichzeitig höherer Qualität der Aufzeichnungen.

Unter dem Strich bedeutet dies: mehr Zeit für die Bewohnenden – mit dem klaren Ziel, ihre Lebensqualität nachhaltig zu sichern. 

Mahlzeitendienst

  Franziska Bieri  – Bereichsleiterin Spitex

Der Mahlzeitendienst – ein beliebter Service der Spitex –  blickt auf ein lebendiges und erfolgreiches Jahr zurück. Insgesamt konnten 7’232 Mahlzeiten ausgeliefert werden – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 6’345 Mahlzeiten im Jahr 2024. Die Zunahme betrug somit rund 14 %. Dies zeigt, wie sehr unser Angebot geschätzt wird. Besonders erfreulich ist, dass 5’879 Mahlzeiten, also etwa 81 % des Angebots, durch die Gemeinden Mühleberg, Frauenkappelen und Laupen subventioniert wurden. Innerhalb dieser Gemeinden wurde jede Mahlzeit mit 2 CHF unterstützt, wodurch der Zugang zu gesunder Ernährung für viele Einwohnerinnen und Einwohner dieser Gemeinden zusätzlich erleichtert wird.

Damit die vielen Mahlzeiten im vergangenen Jahr zuverlässig bei unseren Klientinnen und Klienten ankamen, war unser Team aus acht Mahlzeitenfahrerinnen und -fahrern im Einsatz. Woche für Woche lieferten sie die bestellten Essen engagiert aus, sodass die Mahlzeitenlieferung konstant gesichert war. Dass die Fahrzeuge dabei zeitweise bis unters Dach beladen sind, gehört inzwischen irgendwie dazu – der Gedanke an ein grösseres Auto wurde hier und da schon ausgesprochen.

Im Sommer kam es zu einer personellen Veränderung: Die bisherige Hauptverantwortliche verliess die Spitex Region Laupen. Ihre bisherige Stellvertretung, übernahm die Führung mit Engagement und viel Herz. Unterstützt wird sie von zwei Mitarbeitenden des BZL. Gemeinsam gewährleistet das Team, dass die administrativen Aufgaben (Bestellungen, Koordination der Auslieferung etc.) zuverlässig erledigt werden.

Unsere Büros liegen direkt gegenüber der Küche des Betagtenzentrums Laupen, wo die Mahlzeiten täglich frisch zubereitet werden. Die Auslieferung erfolgt jeweils am Vormittag. Die Mahlzeiten kommen in speziellen Boxen auf einem Plateau direkt ins Haus geliefert, wo das Essen mit einem einfachen Knopfdruck auf der Wärmeplatte innert kurzer Zeit erwärmt werden kann. Beim ersten Mal helfen unsere Fahrerinnen und Fahrer gerne beim Einrichten und sie erklären alles in Ruhe – das wird sehr geschätzt.

Die Menüpläne werden persönlich und im Zweiwochentakt verteilt. Darüber hinaus nehmen sich unsere Fahrerinnen und Fahrer bei jeder Auslieferung Zeit für ein kurzes Gespräch, was immer wieder sehr geschätzt wird und den Kontakt zu den Klientinnen und Klienten vertieft. 

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön: an die Küche des Betagtenzentrums Laupen für die tägliche Frische und Qualität, an unsere Fahrerinnen und Fahrer für ihren unermüdlichen Einsatz und an unsere Klientinnen und Klienten für ihr Vertrauen. Mahlzeit für Mahlzeit freuen wir uns, ein Stück Alltag leichter zu machen.

 

 

Projekt Wäscherei

  Nadine Wiedmer  – Bereichsleiterin Hotellerie

Auf Ende Jahr wurde die Zusammenarbeit mit der Grosswäscherei Elis in Bern beendet. Ziel dieses Entscheids war es, die gesamte Wäsche künftig intern im BZL aufzubereiten und dadurch mehr Unabhängigkeit, Flexibilität und Prozesssicherheit zu erreichen.

Neben der Beschaffung der neuen Wäschereiausstattung – welche in einem separaten Beitrag beschrieben wird – waren umfangreiche bauliche Massnahmen notwendig. Der Umbau der Wäscherei wurde bis Mitte Juni 2025 erfolgreich umgesetzt. Die Arbeiten umfassten den Einbau eines neuen Bodens, die Installation zusätzlicher Geräte, die Umgestaltung der bestehenden Räumlichkeiten, den Ausbau der elektrischen Infrastruktur sowie die Anschaffung und Inbetriebnahme einer modernen Dosieranlage.

Während der Bauphase arbeiteten unsere engagierten Mitarbeitenden in einem kleinen Provisorium unter teilweise beengten Bedingungen. Mit grosser Flexibilität, hoher Einsatzbereitschaft und viel Verantwortungsbewusstsein stellten sie dennoch jederzeit einen reibungslosen Betrieb sicher. Dafür gebührt ihnen ein herzlicher Dank. Besonders hervorzuheben ist der Technische Dienst, der die Koordination mit den externen Partnern eng begleitet und damit wesentlich zum termingerechten und erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten beigetragen hat.

Dank der sorgfältigen Planung und Zusammenarbeit konnte der Betrieb der internen Wäscherei wie vorgesehen aufgenommen werden.

Im Dezember erhielten unsere Bewohnenden zudem die Möglichkeit, die neue Wäscherei im Rahmen einer Besichtigung kennenzulernen. Dies förderte Transparenz und Verständnis für die Abläufe und stärkte die Identifikation mit dem neuen Angebot.

                  

35 Jahre–Jubiläum: Unser Wochenende der offenen Türe

  Nadine Wiedmer  – Bereichsleiterin Hotellerie

Das vergangene Geschäftsjahr stand ganz im Zeichen eines besonderen Meilensteins. Dem 35-jährigen Bestehen unseres Hauses. Dieses Jubiläum durften wir im Rahmen eines Wochenendes der offenen Türe gemeinsam mit unseren Bewohnenden, ihren Angehörigen, Mitarbeitenden, langjährigen Partnern sowie zahlreichen Gästen aus der Region bei sonnigem Wetter feiern.

Im Mittelpunkt standen dabei unsere Bewohnenden – sie sind das Herz unseres Hauses und der Sinn unserer täglichen Arbeit. Die vielen persönlichen Begegnungen, das gemeinsame Lachen und die wertschätzenden Gespräche machten dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem und zeigten eindrücklich, wie lebendig und verbunden unsere Gemeinschaft ist.

Ein grosses Highlight war die Tombola, die dank der grosszügigen Unterstützung unserer langjährigen Partner realisiert werden konnte. Die Freude über die vielen schönen Preise war gross und spiegelte die starke Verbundenheit und das Vertrauen wider, dass uns von unseren Partnern entgegengebracht wird.

Für eine festliche und fröhliche Atmosphäre sorgte zudem die musikalische Unterhaltung durch die Militärmusik Bern und den Männerchor Süri. Die musikalischen Beiträge luden zum Verweilen ein, weckten Erinnerungen und schufen viele berührende Momente. Guten Anklang fanden auch die Rundgänge durchs Haus und die verschiedenen Posten zu Themen wie Blutdruckmessung, Blutzuckerbestimmung, Blutentnahme, Hygiene und u.v.m.

Das Jubiläum war nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment Danke zu sagen – unseren Bewohnenden für ihr Vertrauen und die wertvollen Begegnungen, unseren Mitarbeitenden für ihr tägliches Engagement sowie unseren Partnern und Unterstützenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Mit Stolz blicken wir auf 35 Jahre voller Entwicklung, Menschlichkeit und Begegnungen zurück. Mit Zuversicht und Freude gehen wir gemeinsam in die Zukunft.

                    

Aus- und Weiterbildungen – Investition in die Zukunft

  Andrea Müller  – Bereichsleiterin HRM

Weiterbildungen als strategischer Erfolgsfaktor

Eine kontinuierliche und zielgerichtete Weiterbildung ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitäts- und Personalstrategie. Um den wachsenden Anforderungen in der Langzeitpflege und Betreuung gerecht zu werden, organisieren und führen wir jährlich diverse obligatorische sowie individuelle Weiterbildungen durch.

Obligatorische Weiterbildungen für den Bereich

Die obligatorischen Weiterbildungen stellen sicher, dass unser Fachpersonal über die Kompetenzen verfügt, die für eine qualitativ hochwertige und sichere Versorgung notwendig sind. Diese Schulungen umfassen unter anderem gesetzlich vorgeschriebene Themen, pflegerische Standards, Notfallmanagement, Hygienevorgaben, Brandschutzschulungen etc.

Durch die Teilnahme aller betroffenen Mitarbeitenden stellen wir sicher, dass fachliche Vorgaben einheitlich umgesetzt werden und ein hoher Qualitätsstandard in allen Bereichen gewährleistet sind. Die Abläufe innerhalb des Betagtenzentrums werden vereinheitlicht und professionalisiert.

Freiwillige Weiterbildungen für Mitarbeitende

Neben den obligatorischen Angeboten unterstützen wir Weiterbildungen, die sich an den persönlichen Wünschen, Fachgebieten, Funktionen und Entwicklungszielen unserer Mitarbeitenden orientieren (z.B. Berufsprüfung für Langzeitpflege und -betreuung mit eidg. Fachausweis, BerufsbilderInnen-Kurse, CAS Intercare, Klinische Fachverantwortung in der Geriatrie).

Auch Schulungen zum persönlichen Wohlbefinden, zu Achtsamkeit und zur Selbstfürsorge werden jährlich angeboten. Im letzten Jahr wurden Kurse zum Thema Resilienz und Kinesiologie durchgeführt und auch rege besucht.

In diesem Jahr sind diverse Veranstaltungen zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement geplant. Referate zu Themen wie Absenzenmanagement, Schlaf, Ernährung sind in Planung.

Mit diesen Angeboten bieten wir eine Kultur des lebenslangen Lernens und schaffen Entwicklungsperspektiven. Aus- und Weiterbildungen tragen massgeblich zur Motivation und langfristigen Bindung unserer Mitarbeitenden bei und stärken zugleich unsere Position als attraktive Arbeitgeberin.

Skill Grade Mix in der Pflege

 Skill:                Fähigkeiten, Berufserfahrung, Lebenserfahrung

Grade:            Qualifikationsstufe

Basierend auf dem im Betagtenzentrum angewendeten „Kompetenzprofil Pflege nach Bildungsstufen“ wurden im Bereich Pflege die Qualifikationen resp. Kompetenzen der einzelnen Mitarbeitenden identifiziert und es wurde nachfragt, wie sicher sich die Mitarbeitenden bei der Ausübung dieser Aufgabe fühlen.

Ziel der Umfrage war es, die Unsicherheiten bei den Tätigkeiten zu eruieren und aufgrund dessen die Mitarbeitenden spezifisch zu schulen und zu entwickeln. Nach Auswertung der Umfrage wurden diverse Massnahmen definiert. Die Massnahmen werden nach und nach umgesetzt.

Unser Beitrag zur Zukunftsfähigkeit

Durch das vielfältige Angebot aus obligatorischen und individuellen Weiterbildungsangeboten investieren wir bewusst in die Kompetenzentwicklung unserer Teams und in die Zukunftsfähigkeit der gesamten Organisation. Der Mix an diesem Aus- und Weiterbildungsangebot ermöglicht es uns, den steigenden Anforderungen der Langzeitpflege nachhaltig zu begegnen, Innovationen zu fördern und die hohe Qualität unserer Dienstleistungen dauerhaft sicherzustellen.

 

 

Einführungswoche der Lernenden

  Jérôme Roux  – Stv. Bereichsleiter HRM

Mit der Einführungswoche erhalten die Lernenden einen gelungenen und begleiteten Start in ihre Ausbildung. Bereits am ersten Tag lernen sie das Haus und alle Bereiche kennen. Wichtige Grundlagen wie Hygienerichtlinien werden vermittelt, und in einem abwechslungsreichen Postenlauf setzen sich die Lernenden intensiv mit dem einfühlsamen Umgang mit betagten Menschen auseinander.

In den folgenden Tagen widmet sich jeder Bereich gezielt seinen Lernenden. In der Pflege finden drei weitere Einführungstage statt, an denen in einem geschützten Rahmen erste praktische Kompetenzen trainiert werden. Dazu gehören unter anderem Mobilisationen, die Unterstützung beim Essen und Trinken sowie das Anziehen von Stützstrümpfen – Fähigkeiten, die von Beginn an im Berufsalltag gefragt sind.
In den übrigen Bereichen steigen die Lernenden direkt ins Mitlaufen ein und übernehmen erste kleinere Aufgaben.

Während dieser Einführungszeit haben die Lernenden den ersten Kontakt mit ihren Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern. Während der gesamten Ausbildungsdauer besteht eine enge Begleitung und Unterstützung durch die Berufsbildenden.
 

Stimmen der Lernenden

  • Ein sicherer und gut begleiteter Start in die Ausbildung – ohne ins kalte Wasser geworfen zu werden.
  • Theorie trifft Praxis – Lernen macht richtig Spass und bleibt hängen.
  • Der Alterssimulator machte spürbar, wie herausfordernd der Alltag für betagte Menschen sein kann.
  • Gemeinsame Zeit, wertvoller Austausch und ein starker Zusammenhalt unter den Lernenden.

                  

 

Engagement für die Zukunft

  Jérôme Roux  – Stv. Bereichsleiter HRM

Bei uns steht bestens ausgebildetes Personal an erster Stelle! Mit grosser Freude engagieren wir uns in der Ausbildung junger Talente und fördern leidenschaftlich die kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeitenden.

Berufsabschlüsse

2025 haben vier Lernende ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen:

  • Siria Grandinetti                   Fachfrau Hauswirtschaft EFZ
  • Hamid Ahmed Biraq            Hauswirtschaftspraktikerin EBA
  • Jessica Stettler                    Köchin EFZ
  • Eva Hunkeler                        Fachfrau Gesundheit EFZ

Das BZL gratuliert allen Lernenden herzlich zum erfolgreichen Abschluss!

Lernende

Am 1. August 2025 befanden sich insgesamt 23 Lernende bei uns in der Ausbildung:

  • 12 Lernende Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ
  • 3 Lernende Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ, verkürzt (Erwachsene)
  • 1 Lernende Assistent/-in Gesundheit und Soziales EBA
  • 3 Lernende Fachfrau/-mann Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ
  • 3 Lernende Koch/Köchin EFZ
  • 1 Lernende Kauffrau/-mann EFZ

Für Studierende Pflegefachfrau/-mann HF bieten wir pro Semester 3 Praktikumsplätze an.

 

Weiterbildungen

Messer Bettina                       SVEB-Zertifikat Ausbilderin – Lernveranstaltung mit Gruppen von Erwachsenen durchführen

Jahresrechnung

Das Ergebnis des Gemeindeverbandes Betagtenzentrum Laupen zeigt für das Rechnungsjahr 2025 einen Ertragsüberschuss von CHF 52’016. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von CHF 1’467.

BZL Jahresrechnung 2025

Wir haben Abschied genommen

Garten

Achermann-Fölmli Maria Hofer-Imhof Marianne
Aeberhard Hans-Ulrich Hostettler Elsbeth
Aeschbacher Hedwig Hurni  Hans
Badertscher Anna Hurschler Beatrice
Balmer Paul Keller-Matti Erna
Begert Marcel Kramer Ulrich
Benz Hofmann Sophie Künzler Walter
Berger Werner Kuster Martha
Binggeli Anita Mäder Karolina
Brunner Anna Maeder Samuel
Burri Ernst Neuenschwander Hans
Caricati Vincenzo Neuhaus Ruth
Cosati Brigitta Oesch-Burkhalter Katharina
Dolder Willy Privet Rita
Geninazzi Remo Ruprecht Marie
Gerber Elisabeth Schär Hanna
Gosteli Ernst Simonet Lore
Gräub Paul Thomi Hansruedi
Hänni Fritz von Känel Ruth
Heiz Madèle Wyttenbach Ernst
Henschel Peter